Dass Cédric Hanriot in seiner Heimat Frankreich alles andere als ein Unbekannter ist, belegt nicht nur die spielerische Reife von "French Stories", sondern auch die Gästeliste, die sich für die Aufnahme des überaus gelungenen Longplayers zusammengefunden hat...
Cédric
Hanriot - "French Stories"
So bedient kein Geringerer als John Patitucci den Bass, und eine Terri Lyne Carrington ließ es sich nicht nehmen, Schlagzeug zu spielen und das Werk mit ihrer nachdrücklichen Stimme zu bebildern. Tatsächlich hält "French Stories", was der Albumtitel verspricht tiefgehender, zeitgenössischer Jazz französischer Mach- und Gangart gekreuzt mit der elektrisierenden Art, die Jazz von der Ostküste der USA aus New York 2011 nun mal auszeichnet.
Da darf natürlich auch ein Ausflug in Spoken Poetry wie bei "Your Sweetness" nicht fehlen, zugleich gefolgt von Stücken wie "Prélude", das vom Geiste klassischer, französischer Musikkultur getrieben ist. Auffällig am Projekt ist dabei die grazile Virtuosität, die in berechneten Bahnen in Form von Pianist Hanriot durch das Programm der zehn Titel führt, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren.
Ein ansprechend gestaltetes Booklet gibt dabei Aufschluss über das größtenteils selbst komponierte Material sowie über die beteiligten Musiker. Runde Angelegenheit, dieses "French Stories".
Michael Arens
CD: Cédric Hanriot - "French Stories" (Plus Loin Music PL4535)
Cédric Hanriot im Internet: www.cedrichanriotmusic.com
Plus Loin Music im Internet: www.plusloin.net
Cover: Clément Aubry & Manuel Thiébaux